Schornsteinfegermeister
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Christoph Barth
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Energienews


18.04.2018

Gewerbespeicher und Solarfassade: „Das war für uns Neuland“

Die Stadtwerke Stuttgart haben im Auftrag des Alfons W. Gentner Verlags ihre erste Fassadenanlage mit Gewerbespeicher realisiert. Das Projekt war anspruchsvoll, berichtet Stefan Ronzani, der es leitete.

Sie haben die Solaranlage an unserem Verlagshaus im Stuttgarter Westen betreut, bis zur Inbetriebnahme. Was war das Besondere daran?

Stefan Ronzani: Unsere Stärke ist die Betreuung von Privat- und Gewerbekunden von der Planung bis hin zur Realisierung – je nach Auftrag bis hin zum Betrieb. Bei diesem konkreten Projekt haben wir viele Technologien, die wir als Stadtwerke Stuttgart anbieten, erstmals in Kombination umgesetzt. Die Anlage für den Alfons W. Gentner Verlag war noch aus einem anderen Grund für uns besonders spannend: Neben den drei Dachschrägen ging es darum, eine südwärts gerichtete Fassade mit Solarmodulen zu nutzen. Zusätzlich haben wir einen Gewerbespeicher eingebaut. Auch das war für uns Neuland.

Wie groß ist der Stromspeicher?

Rund 40 Kilowattstunden brutto. Wir haben sechs Batterien zu je 6,5 Kilowattstunden miteinander verschaltet.

Bleiben wir zunächst bei der Photovoltaikanlage. Warum war die Fassade so knifflig?

Wir haben auf dem Dach polykristalline Module montiert, an der Fassade monokristalline Module. Die Module zu beschaffen, war kein Problem. Aber es war überhaupt nicht leicht, einen Installateur zu finden, der sich die Arbeit an einer solchen Solarfassade bei unbekannter Bausubstanz zutraut.

Wie haben Sie schließlich einen Installateur gefunden?

Der Hersteller des Montagegestells haftet nur für die Befestigung der Module mit den Klemmen an der Stahlkonstruktion. Der Installateur der Fassade muss die Gewährleistung übernehmen, dass die Metallkonstruktion in der Gebäudefassade richtig verankert ist. Das ist vielen Installateuren zu riskant. Unsere Suche war aber schließlich erfolgreich.

Und die Fassade sieht richtig gut aus, oder?

Ja. Die monokristallinen Module werten die ansonsten sehr nüchterne Fassade deutlich auf. Der Installation vorausgegangen war ohnehin eine Sanierung des Daches und der Gebäudehülle mit Dämmung und neuem Außenputz. Insofern konnten wir sehr gut einschätzen, ob das betagte Gebäude die Solarfassade halten kann. Jetzt bin ich sehr zufrieden, die Monteure haben sauber gearbeitet.

Haben Sie nicht auch Module auf dem Vordach der Südfassade installieren lassen?

Genau, wir haben auch das Blechdach belegt. Da es sich um ein älteres Trapezblechdach handelt, konnten wird die Module nicht direkt darauf installieren. Hier haben wir Stockschrauben verwendet, um diesen String standsicher zu installieren. Sie liegen flach auf dem Blech und sind von unten kaum zu erkennen. (HS)

Lesen Sie auch: Gentner Verlag baut Vorzeigeprojekt in Stuttgart

Das vollständige Interview lesen Sie in der Aprilausgabe der photovoltaik, die am 19. April 2018 erscheint. Abonnenten können alle Artikel nach Erscheinen auch online lesen.




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